Glossar

n8n vs. Make: der ehrliche Vergleich für die Toolwahl

n8n vs. Make sauber verglichen. Hosting, Datenkontrolle, Preislogik, Lernkurve und Wartung, ein durchgerechnetes Beispiel und eine klare Entscheidungshilfe für den Team-Workshop.

Teams, die mit uns gebaut haben

Adobe LogoYOYABA LogoNavVis LogoOnventis LogoSTIHL Logomimacom LogoBCT LogoBitwerft Logoi40 LogoEcoza LogoEcoza Institute LogoAcquatec LogoAllAirt LogoBlue Moon LogoKoenic LogoInsight Consulting Berlin Logo123 MPU Logo
Menschen arbeiten gemeinsam in einem moderierten Technologie-Workshop

Kurzdefinition (zitierfähig, 55 Wörter)

n8n vs. Make ist die Entscheidungsfrage zwischen zwei Automatisierungsplattformen mit ähnlichem Zweck und unterschiedlicher Philosophie. n8n ist node-basiert und self-hostbar, die Kontrolle über Hosting und Daten liegt bei euch. Make ist ein visueller Cloud-Dienst, der nach Operations abrechnet und den Einstieg ohne eigene Infrastruktur erleichtert. Die richtige Wahl hängt von Governance, Volumen und Team-Erfahrung ab.

Warum die Frage überhaupt gestellt wird

Beide Tools lösen dieselbe Grundaufgabe. Sie verketten Trigger, Apps und KI-Schritte zu Abläufen, die ohne klassisches Programmieren laufen. Deshalb landen Teams bei der Recherche fast zwangsläufig bei beiden Namen und suchen nach einem eindeutigen Sieger. Den gibt es nicht. Es gibt nur eine passende Antwort für einen konkreten Kontext. Genau diese Übersetzung von „welches ist besser" zu „welches passt zu uns" ist der Kern dieser Seite.

Die zwei Werkzeuge sind aus verschiedenen Grundhaltungen entstanden. n8n kommt aus der Idee, Automatisierung gehöre auf die eigene Infrastruktur, damit Daten das Netz nicht verlassen. Make kommt aus der Idee, Automatisierung solle so visuell und niedrigschwellig sein, dass sie ohne IT startet. Diese Herkunft erklärt die meisten Unterschiede in der Praxis.

Die Entscheidungsdimensionen

Dimension n8n Make
Hosting self-hostbar oder n8n-Cloud ausschließlich gehosteter Cloud-Dienst
Datenkontrolle hoch, Daten können im eigenen Netz bleiben Daten laufen über den Anbieter
Preislogik nach Ausführungen oder Self-Hosting-Betrieb nach Operations, also Modul-Schritten
Lernkurve etwas steiler, dafür sehr flexibel sehr niedrigschwellig, stark visuell
Code-Flexibilität Code-Nodes mit JavaScript oder Python begrenzter, Fokus auf No-Code-Bausteine
Integrationen breit, wächst offen, eigene Nodes möglich sehr breit, viele fertige App-Connectoren
Wartung ihr betreut Betrieb und Updates bei Self-Hosting Betrieb liegt beim Anbieter

Der Mechanismus hinter der Kostenfrage

Der entscheidende Unterschied im Alltag ist die Abrechnungslogik. Make zählt Operations, also jeden ausgeführten Modul-Schritt. Ein Szenario mit vielen Modulen und hohem Volumen erzeugt schnell viele Operations. n8n rechnet je nach Betriebsmodell anders, beim Self-Hosting zahlt ihr grob für die Infrastruktur, nicht pro Schritt. Daraus folgt eine einfache Faustregel.

Diese Schwelle ist kein fester Wert, sie verschiebt sich mit Tarifen und Aufwand. Aber die Richtung stimmt. Bei kleinem Volumen zählt der schnelle Start, bei großem Volumen und Datensensibilität zählen Kontrolle und laufende Kosten.

Ein durchgerechnetes Mini-Beispiel

Ein illustrativer Fall. Dasselbe Szenario, 5 Schritte je Durchlauf, einmal bei 800 und einmal bei 20.000 Vorgängen pro Monat.

  • Bei 800 Vorgängen: rund 4.000 Operations pro Monat. Das liegt meist in einem kleinen Make-Plan, der Betrieb ohne eigene Server spart Zeit. Make gewinnt hier auf Einfachheit.
  • Bei 20.000 Vorgängen: rund 100.000 Operations pro Monat. Hier steigen die Operations-Kosten deutlich, und wenn dazu sensible Daten im Spiel sind, spricht viel für n8n self-hosted mit planbaren Infrastrukturkosten.

Die Zahlen sind ein Rechenmodell, keine garantierte Kundenzahl. Der Punkt ist die Kippstelle. Volumen und Datensensibilität drehen die Antwort, nicht ein pauschales Urteil über das bessere Tool.

Anwendungsfälle nach Funktion und passende Wahl

Funktion Typische Challenge Tendenz
Marketing (kleines Team) Leads anreichern, verteilen Make, schneller Start ohne IT
Vertrieb mit CRM-Standard-Apps Termine, Notizen synchron halten Make, viele fertige Connectoren
Finance mit sensiblen Belegen Belege extrahieren, verbuchen n8n self-hosted, Daten bleiben intern
Operations, hohes Volumen wiederkehrende Massenprozesse n8n, Operations-Kosten unter Kontrolle
IT und SaaS, eigene APIs interne Systeme verbinden n8n, Code-Nodes und volle Kontrolle
HR, einfache Standardabläufe Eingang bestätigen, ablegen Make, niedrige Einstiegshürde

Branchen und ihre typische Tendenz

Die Wahl folgt selten der Branche, aber es gibt Muster. Marketing-Agenturen (unser erster ICP) und kleinere Teams starten oft mit Make, weil viele Kampagnen- und CRM-Tools schon angebunden sind und keine IT die Automatisierung betreibt. Finanzen, Versicherung, Gesundheit und Industrie mit sensiblen oder regulierten Daten tendieren zu n8n self-hosted, weil Daten das eigene Netz nicht verlassen sollen. IT- und SaaS-Teams wählen häufig n8n wegen der Code-Nodes und der Kontrolle. Entscheidend bleibt das Datenprofil und das Volumen, nicht das Branchenetikett.

Wann welches Tool passt, und wann keins von beiden

n8n passt bei Datensensibilität, hohem Volumen, eigenem IT-Betrieb und dem Wunsch nach voller Kontrolle. Make passt bei schnellem Start, Standard-Apps, kleinem bis mittlerem Volumen und einem Team ohne eigene Infrastruktur. Keins von beiden passt, wenn nur zwei simple Apps ohne Logik verbunden werden, denn dann reicht oft ein noch schlankeres Werkzeug. Und keins von beiden hilft, wenn nach dem Workshop niemand den Ablauf betreut.

n8n vs. Make und der EU AI Act

Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung, für ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeiter zu sorgen, rollen- und kontextbezogen. Ein Workshop, in dem ein Team die Toolwahl selbst durchdenkt und einen Ablauf mit KI-Schritt baut, kann eine praktische Kompetenzmaßnahme dokumentieren und so ein Baustein sein. Das ersetzt kein behördliches Zertifikat und garantiert keine automatische Compliance. Bei der Frage, wohin welche Daten fließen dürfen, ist qualifizierte Beratung sinnvoll.

Verwandte Begriffe im Glossar

n8n · Make · Voice Agent · KI-Challenge-Canvas · KI-Hackathon · KI-Workshop

Nächster Schritt

Direkt buchen:

30 Minuten, wir entscheiden n8n oder Make anhand eures echten Anwendungsfalls.

Discovery Call buchen

Erst mitlesen:

Trag deine E-Mail ein und bekomme die n8n-vs-Make-Entscheidungsmatrix plus Beispielrechnungen. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Termin sichern

Kundenstimmen

Was Teams nach dem Hackathon posten

Keine nachgebauten Zitate: Original-Beiträge von Teilnehmenden auf LinkedIn, direkt nach dem Hackathon-Tag.

Tim Jamboula · LinkedIn
Marie Klamer · LinkedIn
Tim Jamboula · LinkedIn

Termin buchen

Direkt einen Slot wählen

30 Minuten Discovery Call. Wir klären Challenge, Format und Termin.

Der Kalender wird über Cal.com eingebunden. Er lädt erst, wenn du ihn hier freigibst.

FAQ

Häufige Fragen

Ist n8n grundsätzlich günstiger als Make?+

Nicht grundsätzlich. Bei kleinem Volumen kann Make günstiger sein, weil kein eigener Betrieb nötig ist. Bei hohem Volumen und vielen Schritten kann n8n self-hosted günstiger sein, weil die Operations-Logik von Make dann stark ins Gewicht fällt. Das Volumen entscheidet.

Kann man später von einem zum anderen wechseln?+

Ein direkter Export von Szenarien in Nodes ist nicht garantiert, aber die Logik lässt sich übertragen, weil beide dieselben Grundbausteine nutzen. Wer die Ablauf-Logik sauber dokumentiert, macht einen späteren Wechsel deutlich einfacher.

Was genau ist ein KI-Hackathon?+

Ein moderiertes Format, in dem euer Team an einer echten Challenge aus dem eigenen Alltag arbeitet und am Ende einen laufenden Prototyp hat. Kein Vortrag, keine Folien, sondern gebaute Ergebnisse.

Wie viele Personen können teilnehmen?+

Spark bis zehn Personen, Ignite zehn bis fünfzehn, Blaze auch ganze Abteilungen. In Teams von drei bis fünf Personen entstehen die besten Ergebnisse.

Welche Tools kommen zum Einsatz?+

Je nach Challenge ChatGPT, Claude, Gemini, n8n, Make, Zapier, Lovable und eure bestehenden Systeme wie CRM, Ticketing oder Microsoft 365.

Welches Tool ist für Einsteiger leichter?+

Meist Make. Die visuelle Leinwand und die vielen fertigen Connectoren senken die Einstiegshürde. n8n ist etwas anspruchsvoller, bietet dafür mehr Flexibilität und Kontrolle über Hosting und Daten.

Ist diese Seite eine Rechtsberatung?+

Nein. Bei regulatorischen Fragen muss die konkrete Rechtslage mit qualifizierter Beratung geprüft werden.

Wie lange dauert ein Format?+

Spark ist ein Tag, Ignite zwei Tage, Blaze drei bis fünf Tage. Welches Format passt, entscheidet die Tiefe der Challenge und die Größe des Teams.

Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?+

Nein. Wir starten mit einem Tool-Workshop, danach bauen alle mit. Technische Profis bekommen parallel anspruchsvollere Aufgaben, damit niemand unterfordert ist.

Was passiert mit unseren Daten?+

Wir arbeiten mit euren Vorgaben: Testdaten, anonymisierte Datensätze oder freigegebene Systeme. Zugänge und Datenschutzfragen klären wir vor dem Termin schriftlich.